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Leben in Luxor News: Neues in und um Luxor im Juni/Juli 2026

Grabfund in Scheich Abd el-Qurna, Luxor Westbank

13.07.26
Die Dutch Archaeological Expedition at the Theban Necropolis unter der Leitung von Carina van den Hoven vom Nederlands Instituut voor het Nabije Oosten, Universiteit Leiden, hat im Gebiet von Scheich Abd el-Qurna ein bislang unbekanntes Grab entdeckt. Es befindet sich östlich von TT45, wo das Team seit 2018 arbeitet.
Der architektonische Grundriss des neu entdeckten Grabes ist typisch für private thebanische Gräber aus dem Neuen Reich und umfasst einen Hof, eine in den Felsen gehauene Kapelle sowie unterirdische Grabkammern. Der Hofbereich des Grabes weist mehrere gut erhaltene architektonische Elemente auf, darunter eine Lehmziegelplattform mit einer Nische für eine Stele sowie eine Treppe mit beidseitigen Rampen als Zugang zum Grab.
Die Wandmalereien im Inneren des Grabes zeigen den Grabeigentümer namens Paser in Anbetung vor verschiedenen Gottheiten und, zusammen mit seiner Frau, vor einem Opfertisch. Anhand der Ikonografie und des Malstils lässt sich das Grab auf die Ramessidenzeit datieren. In den kommenden Jahren soll die Grabstruktur und ihre Wandmalereien konsolidiert und konserviert sowie die Identität und die Lebensgeschichten aller hier bestatteten Personen ermittelt werden mit dem Ziel, das Grab für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Das internationale Team um Carina van den Hoven arbeitet seit 2018 in enger Zusammenarbeit mit dem MoTA in mehreren Gräbern in Scheich Abd el-Qurna. Die Hauptziele des Forschungs- und Feldforschungsprojekts sind, ein umfassendes präventives Denkmalschutz- und Risikomanagement-Programm für das Gebiet umzusetzen und es gleichzeitig erstmals archäologisch zu untersuchen.

Grab von Paser in Scheich Abd el-Qurna, © Carina van den Hoven
Grab von Paser in Scheich Abd el-Qurna, © Carina van den Hoven

Grab von Paser in Scheich Abd el-Qurna, © Carina van den Hoven
Grab von Paser in Scheich Abd el-Qurna, © Carina van den Hoven

Grab von Paser in Scheich Abd el-Qurna, © Carina van den Hoven
Grab von Paser in Scheich Abd el-Qurna, © Carina van den Hoven

Islamisches Neujahr am 17. Juni 2026, Ägypten

04.06.26
Seit geraumer Zeit werden ägyptische Feiertage nicht unbedingt an ihrem tatsächlichen Termin, sondern an einem vom Präsidenten festgelegten Tag gefeiert (wie schon der 25.01.26 erst am 29.01. und der 01.05.26 am 07.05.26 begangen wurden, s. unsere Feiertagsübersicht). Daher beginnt offenbar das Jahr 1448 nach islamischer Zeitrechnung offiziell am 17.06.26 statt schon am 16.6. Gezählt wird ab dem 16. Juli 622 n. Chr. (= 1. Muharram AH), dem Tag, an dem der Prophet Mohammed PBUH mit seinen Anhängern von Mekka nach Medina auswanderte. Neujahr ist kein religiöser, aber ein gesetzlicher Feiertag, und ein kulturelles Ereignis.
Der islamische Kalender orientiert sich anders als der westliche gregorianische Kalender am Lauf des Mondes. Der Anfang eines Monats richtet sich nach dem Neumond. Ein Mondjahr hat 12 Mondmonate und ist 10 bis 12 Tage kürzer als das christliche Sonnenjahr. Das Neujahrsfest gleitet daher (wie alle islamischen Kalenderdaten) in etwa 32 Sonnenjahren einmal rückwärts durch das Sonnenjahr. Da Monatsbeginne abhängig sind von der Sichtung der Neumondsichel mit dem bloßen Auge, ist das tatsächliche Datum immer bis zum Vorabend ungewiss.
Frohes neues Hijri-Jahr 1448!

Frohes neues Hijri-Jahr 1446!

Einführung elektronischer Visa-on-Arrival (VoA), Kairo

01.06.26
Bisher erhielt man bei der Einreise nach Ägypten am Flughafen ein selbstklebendes Touristenvisum, das in den Reisepass geklebt wurde. Ab August 2026 soll sich das ändern und zwar vorerst bei einer Einreise an allen drei Terminals in Kairo. Die Ausstellung des Visums soll dann digitalisiert werden und so aussehen:
Urlauber übermitteln zunächst ihre Daten über ein Selbstbedienungskiosk am Flughafen, über die offizielle Website des Systems oder über eine spezielle App. Die anfallenden Visum- und Bearbeitungsgebühren werden anschließend elektronisch über die Zahlungskanäle der Plattform beglichen. Danach erhalten die Reisenden einen QR-Code, der als elektronischer Visumstempel dient. Passbeamte scannen dann den Code an Kontrollschaltern, um dessen Gültigkeit und Echtheit zu überprüfen. Das System soll es zudem ermöglichen, Visa bis zu 48 Stunden vor der Ankunft zu erhalten. Es soll nach dem Einsatz am Flughafen Kairo schrittweise auf andere ägyptische Flughäfen ausgeweitet werden.
Offenbar wird dieser QR-Code nur elektronisch ausgegeben. Was Urlauber erwartet, die ohne Smartphone (oder Roaming-Vertrag, falls man für den Ausstellungsprozess eine Internetverbindung braucht) einreisen, wurde nicht gesagt. Da hilft wahrscheinlich nur der Kauf über die Website oder die App vor der Einreise und ein mitgeführter Ausdruck.


Foto via Egypt Independent

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