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Leben in Luxor News: Neues in und um Luxor im März 2026
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Tor von Ramses III. in Karnak und eine Stele, Luxor Eastbank
22.03.26
Eine Mission des Centre Franco-Égyptien d'Étude des Temples de Karnak (CFEETK) hat in Zusammenarbeit mit dem Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und dem SCA die Rekonstruktion und Restaurierung des Tors von Pharao Ramses III. im Karnak-Tempel erfolgreich abgeschlossen.
Das nur 5,4 x 3,3 Meter große Tor nordöstlich der Großen Säulenhalle gewährte im Neuen Reich den Zugang zum nördlichen Teil des Amun-Tempels. Ursprünglich von Amenhotep III. erbaut wurde es im Lauf seiner Geschichte abgebaut, neu zusammengebaut mit Talatat aus einem Bauwerk von Echnaton und schließlich neu dekoriert von Ramses III. Da es danach wieder teilweise zusammengebrochen war, nahm es das CFEETK ab Mai 2022 erneut auseinander und restaurierte die einzelnen Blöcke. Im Mai 2023 begannen die Ausgrabungen. Ab Mai 2024 begann der Wiederaufbau bestehend aus 87 Blöcken von 1 bis 4 Tonnen.
Das Tor war zwar auf einem von Auguste Mariette im Jahr 1875 angefertigten Plan verzeichnet, verschwand jedoch bei der Rekonstruktion der Säulenhalle durch George Legrain gegen Ende des 19. Jahrhunderts unter den Aufschüttungen. Trotz seiner Wiederentdeckung zwischen 1937 und 1938 wurde es wieder vergessen.
Die Ausgrabungen des Projekts führten zur Entdeckung einer Sandstein-Stele aus der Regierungszeit des römischen Kaisers Tiberius. Die 60 x 40 x 10 cm große Stele zeigt den Kaiser vor der thebanischen Götter-Triade Amun-Ra, Mut und Chonsu.
Die Expedition entdeckte außerdem wiederverwendete verzierte Steinblöcke aus der Regierungszeit von Amenhotep III., die zu dem früheren Tor gehörten, sowie Abschnitte der nördlichen Umfassungsmauer des Amun-Tempels aus dem Neuen Reich.
Zu guter Letzt legten die Archäologen im Sommer 2025 eine gepflasterte Prozessionsstraße frei, die das Tor von Ramses III. mit dem Vorhof des 3. Pylons innerhalb des Amun-Tempels in Karnak verband.

Lage des Tors von Ramses III., © CNRS-CFEETK

Tor von Ramses III. im Dezember 2021 vor seiner Restaurierung, © CNRS-CFEETK

Tor von Ramses III. nach seiner Restaurierung, © Leben in Luxor

Sandstein-Stele des römischen Kaisers Tiberius, © MoTA
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Restaurierter Ramses-Kopf, Abydos
19.03.26
Die American Archaeological Mission der New York University gab gestern den Abschluss der Restaurierungsarbeiten am Kopf einer Granitstatue von Pharao Ramses II. in seinem Tempel in Abydos bekannt. Dieser wurde auf einem Steinsockel am 2. Pylon des Tempels aufgestellt.
1994 hatte eine ägyptische Mission den Statuenkopf im ersten Innenhof des Ramses-Tempels entdeckt und für Restaurierungs- und Studienarbeiten in ein Lagerhaus gebracht. Der Kopf war gut erhalten und wies Überreste von roter und gelber Farbe auf. Es stellte sich heraus, dass er zu einem Nemes-Kopfschmuck passte, der bereits zuvor im Tempel gefunden worden war. Die amerikanische Mission setzte daraufhin beide Teile wieder zusammen.
Der Statuenkopf von Ramses II. ist 67 cm hoch und wiegt etwa 300 Kilogramm., das Nemes-Kopftuch wiegt etwa eine Tonne. Auch hier sind noch Reste der gelben Originalfarbe sichtbar.
Sameh Iskandar, der Direktor der amerikanischen Mission, erklärte, dass das ägyptische Team bei Ausgrabungen von 1994 bis 1995 weitere Teile der Statue entdeckt hatte, darunter ihre Beine und den Sockel. In den vergangenen Jahren konnten weitere Fragmente als zu der Ramses-Statue gehörend identifiziert werden. Man hofft, bei zukünftigen Ausgrabungsarbeiten die restlichen Teile der Statue zu finden und sie vollständig wieder zusammensetzen zu können.

Statuenkopf von Ramses II. im Ramses-Tempel in Abydos, Foto:
Al-Balyana Archaeological Site

Beide Teile des Statuenkopfes von Ramses II., Fotos:
Al-Balyana Archaeological Site
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Fest des Fastenbrechens - 'Id al-Fitr, Ägypten
18.03.26
Nach astronomischen Berechnungen feiert Ägypten den Abschluss des Fastenmonats Ramadan vom 20. bis 23. März 2026. Bereits am 19. März sind dieses Jahr Ämter, Banken und viele Geschäfte geschlossen.
Das 'Id al-Fitr (عيد الفطر), das Fest des Fastenbrechens, ist das zweithöchste Fest des Islam und vergleichbar mit dem christlichen Weihnachtsfest. Wie immer muss der Termin aber am Vorabend erst noch durch das Dar Al-Ifta bestätigt werden, das dann nach der neuen Mondsichel Ausschau hält.
Bevor man zum Festgebet (salāt al-ʿīd) aufbricht, das am 1. Festtag etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang stattfindet, sollte man die Fastenbrechen-Zakāt (Almosen an Bedürftige) entrichtet haben. Anschließend begibt man sich zum Friedhof, um der Verstorbenen zu gedenken. Danach besucht und beschenkt man sich in den Familien, und es werden Süßigkeiten gereicht, z.B. die Fest-Kekse "Kahk", die in Luxor auch "Nāim" heißen. Man wünscht sich Eid mubarak, ein gesegnetes Fest und Kul sana wa inta tayeb, inti tayeba - Möge es dir das ganze Jahr gut gehen!

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15. Luxor African Film Festival, Luxor Eastbank
09.03.26
Das diesjährige Luxor African Film Festival (LAFF) beginnt am Montag, den 30. März 2026, und endet am Montag, den 5. April 2026. In dieser Zeit werden unter dem Motto "Youssef Chahine: An Egyptian Tale" ausgewählte afrikanische Spielfilme, Kurzfilme und Dokumentationen mit Schwerpunkt Südafrika gezeigt.
Die 15. Ausgabe des LAFF würdigt mit seinem Motto den 100. Geburtstag des renommierten ägyptischen Filmemachers Youssef Chahine (1926-2008), Der in Alexandria geborenen Regisseur schuf Filme, die bei den Filmfestivals in Cannes, Venedig und Berlin, gezeigt wurden und Preise gewannen. Viele wurden sogar ins Deutsche übersetzt.
Das Plakat, das der junge Künstler Mahmoud Ismail entwarf ist ebenfalls eine Hommage an Chahine. Es zeigt ihn, wie er sich durch einen visuellen Raum bewegt, der Wahrzeichen aus mehreren afrikanischen Ländern, darunter Ägypten, vereint und sowohl die Einheit als auch die Vielfalt des Kontinents widerspiegelt.
Die Festivalleiterin Azza El-Hosseiny kündigte auch eine Würdigung des vor 1 Jahr verstorbenen malischen Filmemacher Souleymane Cissé (1940-2025) an, der in früheren Ausgaben zu den Gästen des Festivals gehörte.
Das Luxor African Film Festival ehrt 2026 außerdem den ägyptischen Schauspieler Khaled El Sawy (*1963). El Sawy gilt weithin als einer der vielseitigsten zeitgenössischen Schauspieler Ägyptens, seine Karriere erstreckt sich über Film, Fernsehen und Theater. Bekannt wurde er durch seine Darstellungen in politisch und sozial engagierten Werken, darunter Rollen in Filmen wie „The Yacoubian Building“ und in einer Reihe von Fernsehdramen, die sich mit komplexen psychologischen und gesellschaftlichen Themen befassen.
Neu ist 2026 die Zusammenarbeit mit der Initiative „Let’s Talk About Water“, die von der Bild- und Filmforscherin Linda Lilienfeld gegründet wurde und geleitet wird. Die Initiative ist eine internationale Plattform, die das Kino als Instrument nutzt, um einen Dialog anzuregen und das Bewusstsein für Wasserprobleme, den Klimawandel und deren Auswirkungen auf die Zukunft der Menschheit zu schärfen. Die Zusammenarbeit umfasst die Vorführung einer kuratierten Auswahl von Kurzfilmen mit anschließender Podiumsdiskussion.
Das LAFF das von der Non-Profit-Organisation Independent Shabab Foundation (ISF) bewusst in Luxor organisiert wird, um die Kulturszene in Oberägypten zu beleben, fand erstmals 2012 statt. Die Leitung haben wieder
Festivalpräsident Sayed Fouad und Festivaldirektorin Azza El-Hosseiny.

LAFF 2026



LAFF 2026
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Cachette mit 22 Särgen entdeckt, Luxor Westbank
01.03.26
Während ihrer Ausgrabungsarbeiten in der südwestlichen Ecke des Innenhofs des Grabes von Seneb in Qurna entdeckte die gemeinsame ägyptische Mission des Supreme Council of Antiquities (SCA) und der Zahi Hawass Foundation for Heritage and Antiquities eine Cachette mit 22 bemalten Holzsärgen inklusive Mumien sowie eine Gruppe seltener Papyri aus der Dritten Zwischenzeit.
Die Ausgrabungen brachten eine in den Fels gehauene rechteckige Kammer zutage, in deren Inneren sich die sorgfältig in zehn horizontalen Reihen gestapelten Holzsärge befanden. Dabei wurden die Deckel von den Sockeln getrennt, um die Kapazität der Kammer zu maximieren. Aufgrund des fragilen Zustands des Holzes der Särge führte das Restaurierungsteam sofort dringende Konservierungsarbeiten und eine schonende mechanische Reinigung durch.
Die
Archäologen arbeiten nun daran, die Position der Gräber, aus denen die Särge damals entfernt worden waren, sowie die Identität der Bestatteten zu ermitteln. Die meisten Särge tragen Berufsbezeichnungen statt persönlicher Namen, wobei „Sänger/Sängerin des Amun“ am häufigsten vorkommt.
Die Mission barg auch eine Sammlung von Tongefäßen, die vermutlich zur Aufbewahrung von Mumifizierungsmaterialien verwendet wurden, und in einem großen Tongefäß acht Papyri, von denen einige noch ihre ursprünglichen Tonversiegelungen aufweisen. Die Papyri sind von unterschiedlicher Größe und gelten als wichtige Informationsquelle. Ihr Inhalt wird nach Abschluss der Restaurierungs- und Übersetzungsarbeiten bekannt gegeben.

Särge in der Cachette in Qurna, © MoTA

Konsolidierungsarbeiten an einem Sarg aus der Cachette in Qurna, © MoTA

Sarg aus der Cachette in Qurna, © MoTA

Papyri aus der Cachette in Qurna, © MoTA



