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Tempel außerhalb von Luxor - Tempel in Esna
Esna befindet sich 55 km südlich von Luxor und liegt am Westufer des Nils. Es war Anfangs- bzw. Endpunkt einer Karawanenroute nach Charga und Dush in der Oase Charga. Esna ist heute durch einen Nilstaudamm mit der östlichen Nilseite verbunden und ein Zentrum des koptischen Christentums. Hauptattraktion ist der ptolemäische Tempel, der mitten in der Stadt in einer neun Meter tiefen Grube steht.
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Der Chnum-Tempel von Esna entstand in seiner jetzigen Form während der Herrschaft der Ptolemäer auf einer Tempelruine aus der 18. Dynastie. Vollendet wurde er jedoch erst in römischer Zeit - er ist der jüngste Tempel Ägyptens.

Chnum-Tempel von Esna
Erhalten ist nur der 1842 ausgegrabene römische Pronaos (I, er gleicht sehr dem Pronaos des Hathor-Tempels in Dendera), die Säulenhalle, durch die man in den eigentlichen Kultraum, den Naos (II und III) gelangte. Er war ursprunglich von einer Galeriemauer (IV) umgeben. Der Rest des Tempels (II - IV) liegt immer noch unter Schutt und dem Ort Esna begraben. Ursprünglich war der Tempel über eine Prozessionsstraße mit dem Nil verbunden.


Der verschüttete Tempel im Jahr 1890 Ursprünglicher Grundriss
Der Tempel von Esna war hauptsächlich dem widderköpfigen Gott Chnum geweiht, der der Sage nach aus Nilschlamm den Menschen auf seiner Töpferscheibe erschuf. Verehrt wurden außerdem die Schutzgöttin Neith und die Kampfgöttin Menhit.

Kaiser Domitian beim Niederschlagen der Feinde vor Menhit und Chnum
Die Fassade des Pronaos ist 37 Meter breit und 15 Meter hoch und besteht aus 6 Säulen mit nicht tragenden Trennwänden dazwischen. Dahinter befindet sich die 16,4 Meter tiefe Vorhalle mit 3 weiteren Säulenreihen à 6 Säulen. Die Säulen sind 11,3 Meter hoch und besitzen einen Umfang von 5,4 Meter. Sie tragen ein Dach mit astronomischen Darstellungen und Geierdekorationen und enden in kunstvollen unterschiedlich gestalteten Palmenkapitellen.





Durch das Halbdunkel des Tempels wirken die Säulen auf den Fotografien wie
gezeichnet.
Die Tempelwände sind flächendeckend mit fein gearbeiteten Reliefs dekoriert, teilweise werden sie gerade restauriert. Die effektive Arbeit der Ägyptologen können Sie sehr schön auf folgenden beiden Bildern erkennen. Auf jeder Wand wurde ein kleines nicht bearbeitetes Rechteck abgeklebt, um den Unterschied zum ursprünglichen Zustand sehen zu können (März 2011):

Domitian kniet vor 4 Bildnissen von Chnum

Wadjet, die unterägyptische Kobra-Göttin und Krokodilsgott Sobek
Auch die Tempeldecke ist dekoriert. Sie zeigt die Tages- und Nachtfahrt der Sonne, die Dekansterne, die der Zeiteinteilung in der Nacht dienen, astrologische Sternbilder, den Mond und sein Gefolge sowie die Himmelsgöttin Nut und die Schutzgöttin Taweret.

Tempeldecke
An den Außenwänden des Tempels finden sich Darstellungen der römischen Kaiser - in Begleitung von Göttern und beim Niederschlagen ihrer Feinde.
Im Vorhof des Tempels stehen die Überreste einer christlichen Basilika. An der Südseite der Kirche ist eine Statue der löwenköpfigen Kampfgöttin Menhit aufgestellt. Von ihr gibt es auch zahlreiche Darstellungen an der Tempelwand und im Tempel selbst:


Löwengöttin Menhit
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Geographische Lage

Strecke von Luxor (A) über El-Kab nach Esna
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